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Connor und Danny unternahmen mehrmals Versuche, irgendwie aus der Grube heraus zu kommen. Doch es war aussichtslos, die Wände waren einfach zu steil und zu glatt um an ihnen hochzuklettern. Sie überlegten sich deshalb eine neue Strategie. "Also, Connor, ich nehme dich auf die Schultern, und du versuchst dann dich über den Rand nach draußen zu ziehen.", sagte Danny und der Student nickte. Er hatte nicht die geringste Lust, in der Dunkelheit auf Dannys Schultern zu steigen, und dann ohne etwas zu sehen an dem schmutzigen Grubenrand herumzuklettern. Dennoch stemmte er sich schwungvoll in Dannys Räuberleiter hinauf und probierte ein wenig herum, ehe er einen sicheren Stand hatte. Danny schleppte ihn so bis zum Grubenrand und hielt dann seine Füße fest. Connor schaffte es, seine Hände um die Kante des Grubenrandes zu legen, zog sich hoch und spähte über den Rand hinweg. Der Tunnel war in schummriges Licht getaucht. Als er die Augen zusammenkniff, um genauer hinzusehen, war ihm, als hätte er eine huschende Bewegung wahrgenommen. "Kannst du was erkennen?", rief Danny von unten, und Connor hielt die Luft an. "Ich weiß nicht recht..." Plötzlich zuckte Danny unter ihm zusammen. "Gott, was ist das denn???", fluchte er, und wackelte dabei so herum, dass Connor nach hinten kippte und die Kante loslassen musste, um mit den Armen rudern und so das Gleichgewicht halten zu können. Da fiel ihm auf, dass sich silbrige, klebrige Fäden zwischen seinen Fingern und Händen spannten. Er versuchte, sie abzurubbeln, doch das verklebte seine Hände nur noch mehr. "Connor, irgendwas ist in dieser Grube!", schrie Danny, für seine Verhältnisse mehr als panisch, und im nächsten Moment spürte der Student eine Erschütterung, als etwas gegen Dannys Beine krachte. Sein Freund versuchte noch, Connor festzuhalten, doch dieser rutschte mit dem einen Fuß ab, donnerte Danny unabsichtlich das Knie gegen die Schläfe und fiel dann selbst zu Boden. Er landete hart auf dem Bauch, und vor allem die Schultern und Hüftknochen schmerzten nach dem Aufprall. Danny kauerte neben ihm und presste beide Hände auf die Stelle, wo Connor ihn getroffen hatte. Obwohl er es nicht sehen konnte, wusste Connor dennoch, dass der ehemalige Polizist verletzt war - der metallische Geruch von Blut erfüllte die modrige Luft. "Danny, das tut mir echt Leid!", versicherte er ihm, doch Danny presste die Lippen zusammen. Er atmete einmal tief durch und sah Connor dann an. "Connor, hier ist irgendetwas in der Grube." "Wie sieht es denn aus?", wollte Connor wissen und stand so leise er konnte auf. "Weiß nicht... Irgendwie insektenmäßig, schwarz, wuselig. Macht klackernde Geräusche." "Insektenartig...", murmelte Connor und sah auf seine Handflächen. Er wusste jetzt, was ihm da an der Haut klebte. "Oh, nein.", stöhnte er, als hinter ihm etwas klackerte.
 
Connor und Danny unternahmen mehrmals Versuche, irgendwie aus der Grube heraus zu kommen. Doch es war aussichtslos, die Wände waren einfach zu steil und zu glatt um an ihnen hochzuklettern. Sie überlegten sich deshalb eine neue Strategie. "Also, Connor, ich nehme dich auf die Schultern, und du versuchst dann dich über den Rand nach draußen zu ziehen.", sagte Danny und der Student nickte. Er hatte nicht die geringste Lust, in der Dunkelheit auf Dannys Schultern zu steigen, und dann ohne etwas zu sehen an dem schmutzigen Grubenrand herumzuklettern. Dennoch stemmte er sich schwungvoll in Dannys Räuberleiter hinauf und probierte ein wenig herum, ehe er einen sicheren Stand hatte. Danny schleppte ihn so bis zum Grubenrand und hielt dann seine Füße fest. Connor schaffte es, seine Hände um die Kante des Grubenrandes zu legen, zog sich hoch und spähte über den Rand hinweg. Der Tunnel war in schummriges Licht getaucht. Als er die Augen zusammenkniff, um genauer hinzusehen, war ihm, als hätte er eine huschende Bewegung wahrgenommen. "Kannst du was erkennen?", rief Danny von unten, und Connor hielt die Luft an. "Ich weiß nicht recht..." Plötzlich zuckte Danny unter ihm zusammen. "Gott, was ist das denn???", fluchte er, und wackelte dabei so herum, dass Connor nach hinten kippte und die Kante loslassen musste, um mit den Armen rudern und so das Gleichgewicht halten zu können. Da fiel ihm auf, dass sich silbrige, klebrige Fäden zwischen seinen Fingern und Händen spannten. Er versuchte, sie abzurubbeln, doch das verklebte seine Hände nur noch mehr. "Connor, irgendwas ist in dieser Grube!", schrie Danny, für seine Verhältnisse mehr als panisch, und im nächsten Moment spürte der Student eine Erschütterung, als etwas gegen Dannys Beine krachte. Sein Freund versuchte noch, Connor festzuhalten, doch dieser rutschte mit dem einen Fuß ab, donnerte Danny unabsichtlich das Knie gegen die Schläfe und fiel dann selbst zu Boden. Er landete hart auf dem Bauch, und vor allem die Schultern und Hüftknochen schmerzten nach dem Aufprall. Danny kauerte neben ihm und presste beide Hände auf die Stelle, wo Connor ihn getroffen hatte. Obwohl er es nicht sehen konnte, wusste Connor dennoch, dass der ehemalige Polizist verletzt war - der metallische Geruch von Blut erfüllte die modrige Luft. "Danny, das tut mir echt Leid!", versicherte er ihm, doch Danny presste die Lippen zusammen. Er atmete einmal tief durch und sah Connor dann an. "Connor, hier ist irgendetwas in der Grube." "Wie sieht es denn aus?", wollte Connor wissen und stand so leise er konnte auf. "Weiß nicht... Irgendwie insektenmäßig, schwarz, wuselig. Macht klackernde Geräusche." "Insektenartig...", murmelte Connor und sah auf seine Handflächen. Er wusste jetzt, was ihm da an der Haut klebte. "Oh, nein.", stöhnte er, als hinter ihm etwas klackerte.
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Die Solifugae machte einen großen Satz, um den Rücken des Studenten zu erwischen. Connor kreischte auf, schlug wild um sich und schaffte es, die Riesenspinne abzuschütteln. Danny sah ihm entsetzt dabei zu. Schon als Kind hatte er Spinnen wie die Pest gehasst, doch es mit den Jahren überwunden. Und nun saß er in einem mistigen Erdloch fest, zusammen mit einer Spinne von der Größe eines Schafes! Er schüttelte den Schreck ab und eilte Connor zu Hilfe. Sein Schädel pochte bei jedem Schritt unangenehm, und trotz der Kälte in den unterirdischen Tunneln pumpte der Schmerz Hitze durch seinen Körper. Die Spinne, die Connor abgeworfen hatte, krabbelte mit Affenzahn aus der Grube. Connor schrak zusammen, als Danny neben ihm auftauchte. "SPINNEN!", japste Danny und sah Connor ungläubig an. "Solifugae, um genau zu sein. Wobei es sich hier vermutlich nicht um die selben Exemplare handelt, denen wir vor 2 Jahren schon einmal begenet sind.", gab der Student zurück und wischte das Spinnennetz an seiner Hand an seiner Hose ab. "Was soll das heissen?", wollte Danny wissen und sah sich um. "Naja, die, denen wir begegnet sind haben erstens keine Spinnennetze gewebt, und zweitens haben die nicht von sich aus angegriffen, wenn man sie nicht gereizt hat." "Oh, gut, soll ich mich jetzt beruhigter fühlen?", schnaubte Danny und starrte auf die klebrigen Fäden an Connors Hose. "Naja, ich habe dir ja noch nicht mal gesagt dass sie extrem giftig sind.", meinte Connor und klang dabei sehr nervös. Danny drehte sich wütend zu ihm. "Connor, tu mir den Gefallen, und halt einfach mal die Klappe!" Connor nickte und schwieg. Es klackerte erneut irgendwo neben ihnen. Sie fuhren herum, doch nichts war zu sehen. Das Klackern wurde lauter. Mehr einem Impuls folgend, hob Connor den Kopf. Gerade noch rechtzeitig, um zu sehen, wie sich ein dicker, schwarzer Klumpen von der Decke abseilte und direkt auf Danny zielte. Connor stieß einen Warnschrei aus, und Danny hechtete zur Seite. Die Spinne landete mit einem lauten Plumps zwischen ihnen und stürzte sich dann wieder auf Danny. Er holte mit seinem Fuß aus und versetzte der Spinne einen kräftigen Tritt. Die Spinne krachte gegen die Wand der Grube und zappelte zischend mit den Beinen, blieb aber auf dem Rücken liegen. "Wow, so gehts natürlich auch!", sagte Connor anerkennend, und Danny grinste. "Hey, das hat schon fast Spaß gemacht!" Ein schwarzer Schatten huschte hinter Danny in die Grube. Connor sprang zu Danny, holte aus und kickte ebenfalls mit voller Wucht gegen die Spinne. Auch sie blieb am Grubenrand liegen und wandt sich vor Schmerzen. "Du hast Recht!", strahlte Connor. Jetzt wuselten drei der schwarzen Krabbelviecher in die Grube. Sie traten nach ihnen, doch schon im selben Moment kamen sechs weitere dazu, und ehe sie sich versahen waren sie von den Spinnen umzingelt. Sie schlugen unkoordiniert um sich, darauf bedacht, von keiner gebissen zu werden. "Vielleicht haben wir ja Glück...", presste Danny zwischen den Zähnen hervor, während er krampfhaft eine Spinne von seinem Gesicht weghielt, die mit den Kieferzangen nach ihm schnappte, "und nach 'nem Biss von einem dieser Dinger werden wir zu Spiderman!" Connor nickte und duckte sich zeitgleich unter einer herumschwingenden Spinne weg. "Alter, die hält sich wohl für Tarzan!", schimpfte er und schlug ihr mit der Faust gegen die Seite. Die Spinne segelte in hohem Bogen auf einen Haufen, wo schon ein paar andere Exemplare lagen. Danny stürmte darauf zu, nahm die Spinnenkörper als Stufen und war so mit wenigen Sätzen aus der Grube draußen. Connor starrte ihm neidisch nach. Er war nicht fit genug, um ein ähnliches akrobatisches Meisterstück zu vollführen. Und außerdem war er, wie ihm gerade auffiel, jetzt alleine mit dutzenden von Spinnen in dieser Gruppe. "Danny!", rief er laut, und der Kopf seines Freundes tauchte über dem Grubenrand auf. "Was machst du denn noch da unten? Komm rauf! Ist ganz einfach!" Connor seufzte. Er sah, dass die Spinnen von ihm abließen, und stattdessen auf Danny zusteuerten. Sie rochen das Blut an seinem Kopf. Danny bemerkte es ebenfalls und wurde gleich eine Spur blasser ihm Gesicht. "Ah, äh, Connor, ich überlass das rausklettern mal dir!" Er nahm reißaus und schien in einen der Gänge zu laufen. "Was??? Na großartig!", beschwerte sich Connor, und ging zu ein paar Spinnen, die sie mit den Tritten getötet hatten. Ihre Schuhe hatten bei vielen einfach ihre Chitinschale durchbrochen und sie so innen schwer verletzt. Er stapelte die Spinnenleichen mit angewidertem Gesicht und einiger Anstrengung aufeinander und kletterte dann seine wackelige Treppe hinauf. Oben angekommen, war weder von Danny noch von einem der lebenden Exemplare etwas zu sehen. Connor war sich unschlüssig, in welchen Gang er gehen sollte, und beschloss, zuerst einmal in die Gänge hineinzulauschen, bevor er losging. Insgesamt zweigten vier Gänge von dem Tunnel ab, in dem er sich befand, und schon im zweiten hörte er leises Klackern. Er spurtete los, nahm unterwegs einen Stein in die Hand, um ihn als Waffe zu benutzen, falls es erforderlich war, und schlich sich dann die letzten paar Meter. In diesem Tunnel war es schon viel heller. Als er um eine Kurve bog, gefror ihm fast das Blut in den Adern. Ein gigantisches Spinnennetz spannte sich zwischen den Tunnelwänden, und in der Mitte hing etwas, dass aussah wie ein menschlicher Körper. Überall wuselten Spinnen herum, und zwei von ihnen waren gerade damit beschäftigt, den Mensch einzuspinnen. Connor zählte um die zwei Dutzend Spinnen, für ihn alleine war es also unmöglich, an ihnen vorbeizukommen. Er tastete seine Taschen ab. Erstaunlicher Weise hatte man ihm seine Sachen nicht abgenommen. Er ertastete ein Päckchen Kaugummi, eine Dose Deo, seinen Geldbeutel, seinen MP3-Player, seine Autoschlüssel, ein Feuerzeug, Taschentücher und sein Handy. Er starrte kurz auf all die Sachen, die er in den Händen hielt. Dann blieb sein Blick an dem Feuerzeug und dem Deo hängen. Ein böses Grinsen trat auf Connors Gesicht.
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Die Solifugae machte einen großen Satz, um den Rücken des Studenten zu erwischen. Connor kreischte auf, schlug wild um sich und schaffte es, die Riesenspinne abzuschütteln. Danny sah ihm entsetzt dabei zu. Schon als Kind hatte er Spinnen wie die Pest gehasst, doch es mit den Jahren überwunden. Und nun saß er in einem mistigen Erdloch fest, zusammen mit einer Spinne von der Größe eines Schafes! Er schüttelte den Schreck ab und eilte Connor zu Hilfe. Sein Schädel pochte bei jedem Schritt unangenehm, und trotz der Kälte in den unterirdischen Tunneln pumpte der Schmerz Hitze durch seinen Körper. Die Spinne, die Connor abgeworfen hatte, krabbelte mit Affenzahn aus der Grube. Connor schrak zusammen, als Danny neben ihm auftauchte. "SPINNEN!", japste Danny und sah Connor ungläubig an. "Solifugae, um genau zu sein. Wobei es sich hier vermutlich nicht um die selben Exemplare handelt, denen wir vor 2 Jahren schon einmal begenet sind.", gab der Student zurück und wischte das Spinnennetz an seiner Hand an seiner Hose ab. "Was soll das heissen?", wollte Danny wissen und sah sich um. "Naja, die, denen wir begegnet sind haben erstens keine Spinnennetze gewebt, und zweitens haben die nicht von sich aus angegriffen, wenn man sie nicht gereizt hat." "Oh, gut, soll ich mich jetzt beruhigter fühlen?", schnaubte Danny und starrte auf die klebrigen Fäden an Connors Hose. "Naja, ich habe dir ja noch nicht mal gesagt dass sie extrem giftig sind.", meinte Connor und klang dabei sehr nervös. Danny drehte sich wütend zu ihm. "Connor, tu mir den Gefallen, und halt einfach mal die Klappe!" Connor nickte und schwieg. Es klackerte erneut irgendwo neben ihnen. Sie fuhren herum, doch nichts war zu sehen. Das Klackern wurde lauter. Mehr einem Impuls folgend, hob Connor den Kopf. Gerade noch rechtzeitig, um zu sehen, wie sich ein dicker, schwarzer Klumpen von der Decke abseilte und direkt auf Danny zielte. Connor stieß einen Warnschrei aus, und Danny hechtete zur Seite. Die Spinne landete mit einem lauten Plumps zwischen ihnen und stürzte sich dann wieder auf Danny. Er holte mit seinem Fuß aus und versetzte der Spinne einen kräftigen Tritt. Die Spinne krachte gegen die Wand der Grube und zappelte zischend mit den Beinen, blieb aber auf dem Rücken liegen. "Wow, so gehts natürlich auch!", sagte Connor anerkennend, und Danny grinste. "Hey, das hat schon fast Spaß gemacht!" Ein schwarzer Schatten huschte hinter Danny in die Grube. Connor sprang zu Danny, holte aus und kickte ebenfalls mit voller Wucht gegen die Spinne. Auch sie blieb am Grubenrand liegen und wandt sich vor Schmerzen. "Du hast Recht!", strahlte Connor. Sie beeilten sich, um ihre Fesseln an den Kieferzangen der Spinnen aufzuschneiden, ehe sie sich zurück in die Mitte der Grube begaben, um den Überblick zu behalten. Jetzt wuselten drei der schwarzen Krabbelviecher in die Grube. Sie traten nach ihnen, doch schon im selben Moment kamen sechs weitere dazu, und ehe sie sich versahen waren sie von den Spinnen umzingelt. Sie schlugen unkoordiniert um sich, darauf bedacht, von keiner gebissen zu werden. "Vielleicht haben wir ja Glück...", presste Danny zwischen den Zähnen hervor, während er krampfhaft eine Spinne von seinem Gesicht weghielt, die mit den Kieferzangen nach ihm schnappte, "und nach 'nem Biss von einem dieser Dinger werden wir zu Spiderman!" Connor nickte und duckte sich zeitgleich unter einer herumschwingenden Spinne weg. "Alter, die hält sich wohl für Tarzan!", schimpfte er und schlug ihr mit der Faust gegen die Seite. Die Spinne segelte in hohem Bogen auf einen Haufen, wo schon ein paar andere Exemplare lagen. Danny stürmte darauf zu, nahm die Spinnenkörper als Stufen und war so mit wenigen Sätzen aus der Grube draußen. Connor starrte ihm neidisch nach. Er war nicht fit genug, um ein ähnliches akrobatisches Meisterstück zu vollführen. Und außerdem war er, wie ihm gerade auffiel, jetzt alleine mit dutzenden von Spinnen in dieser Gruppe. "Danny!", rief er laut, und der Kopf seines Freundes tauchte über dem Grubenrand auf. "Was machst du denn noch da unten? Komm rauf! Ist ganz einfach!" Connor seufzte. Er sah, dass die Spinnen von ihm abließen, und stattdessen auf Danny zusteuerten. Sie rochen das Blut an seinem Kopf. Danny bemerkte es ebenfalls und wurde gleich eine Spur blasser ihm Gesicht. "Ah, äh, Connor, ich überlass das rausklettern mal dir!" Er nahm reißaus und schien in einen der Gänge zu laufen. "Was??? Na großartig!", beschwerte sich Connor, und ging zu ein paar Spinnen, die sie mit den Tritten getötet hatten. Ihre Schuhe hatten bei vielen einfach ihre Chitinschale durchbrochen und sie so innen schwer verletzt. Er stapelte die Spinnenleichen mit angewidertem Gesicht und einiger Anstrengung aufeinander und kletterte dann seine wackelige Treppe hinauf. Oben angekommen, war weder von Danny noch von einem der lebenden Exemplare etwas zu sehen. Connor war sich unschlüssig, in welchen Gang er gehen sollte, und beschloss, zuerst einmal in die Gänge hineinzulauschen, bevor er losging. Insgesamt zweigten vier Gänge von dem Tunnel ab, in dem er sich befand, und schon im zweiten hörte er leises Klackern. Er spurtete los, nahm unterwegs einen Stein in die Hand, um ihn als Waffe zu benutzen, falls es erforderlich war, und schlich sich dann die letzten paar Meter. In diesem Tunnel war es schon viel heller. Als er um eine Kurve bog, gefror ihm fast das Blut in den Adern. Ein gigantisches Spinnennetz spannte sich zwischen den Tunnelwänden, und in der Mitte hing etwas, dass aussah wie ein menschlicher Körper. Überall wuselten Spinnen herum, und zwei von ihnen waren gerade damit beschäftigt, den Mensch einzuspinnen. Connor zählte um die zwei Dutzend Spinnen, für ihn alleine war es also unmöglich, an ihnen vorbeizukommen. Er tastete seine Taschen ab. Erstaunlicher Weise hatte man ihm seine Sachen nicht abgenommen. Er ertastete ein Päckchen Kaugummi, eine Dose Deo, seinen Geldbeutel, seinen MP3-Player, seine Autoschlüssel, ein Feuerzeug, Taschentücher und sein Handy. Er starrte kurz auf all die Sachen, die er in den Händen hielt. Dann blieb sein Blick an dem Feuerzeug und dem Deo hängen. Ein böses Grinsen trat auf Connors Gesicht.
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Danny versuchte, so wenig wie möglich lebendig zu wirken. Als er erkannt hatte, dass er den Solifugae nicht entkommen würde, war er blindlings in diesen Gang gehetzt, und hatte sich dabei in dem Netz verfangen. Augenblicklich hatte er sich totgestellt, und zwei der Spinnen hatten ihn weiter nach oben transportiert und waren nun damit beschäftigt, ihn einzuspinnen. Er traute sich nicht, einen Befreiungsversuch zu starten, denn er wollte unter keinen Umständen von einem der Viecher gebissen werden. Eines der kratzigen Beine von einer der Solifugae scheuerte über seine Wange, als sie über ihn kletterte und genau vor seinem Gesicht verharrte, um ihn auch dort einzuweben. Dannys Haare stellten sich auf bei der Berührung und dem Spinnenkörper vor sich. Er unterdrückte ein Schaudern und wimmerte leise. Blitzartig hielten die Spinnen inne und klackerten drohend mit ihren Kieferzangen. Danny schloss die Augen und betete inständig, dass sie ihn weiterhin für tot hielten. Das Netz bebte leicht unter ihm, was bedeutete dass die Spinnen ihre Arbeit fortsetzten. Danny hatte, bevor die Spinnen ihn in die Mitte des Netzes verfrachtet hatten, mehrere Tierkadaver an den Fäden kleben sehen. Sie hatten seltsam ausgesaugt gewirkt, was ihn ziemlich schockierte, denn er hatte keine Lust dass das auch mit ihm geschah. Gott, hoffentlich hatte Connor einen guten Plan entwickelt um ihn hier rauszuholen. Falls er noch lebte. Schlechtes Gewissen machte sich in ihm breit, als er daran dachte, wie unüberlegt er aus der Grube gestürmt war und den Studenten dort hilflos zurückgelassen hatte. Er riskierte es, seine Augen wieder zu öffnen. Die Spinne war nun nicht mehr vor seinem Gesicht, sondern ein Stückchen weiter rechts. Lächerlicher Weise machte sich Danny kurz darüber Gedanken, ob er die Spinnweben wohl je wieder aus seinen Haaren bekommen würde, die ihm nun doch ziemlich am Herzen lagen. Dann riss ihn ein Feuerstrahl aus seinen Überlegungen. Die Spinnen, die verbrannt worden waren, fauchten und zischten laut, als die Flammen ihre Körper zerstörten. Danny erkannte Connor, der im Rambo-Style durch den Tunnel rannte und auf seinem Trip sämtliche Spinnen in den Tod riss, die er erwischen konnte. Die Solifugae wichen ihm aus und zogen sich in Felsnischen zurück. Im Nu waren die Spinnen, die mit Dabby zu Gange gewesenw aren, verschwunden. Connor blieb am Netz stehen und grinste zu Danny hinauf. "Danny, der menschliche Kokon!" Danny verdrehte die Augen. "Ungemein witzig, Connor! Hol' mich hier raus, ehe die Mistviecher beschließen, mich auszusaugen." Connor richtete das Deo auf das Netz und entzündete das Feuerzeug. "Bist du irre? Du wirst mich abfackeln!!!", schrie Danny, doch Connor runzelte die Stirn. "Glaub mir, Spinnennetze brennen prima. Schneller gehts gar nicht!" "HALLO??? Schon mal drauf geachtet - mein Körper ist mit Spinnweben übersäht!", plärrte Danny und fragte sich gleichzeitig, wie dieser Mann es nur geschafft hatte, studieren zu gehen. "Oh, du hast recht!", meinte Connor und ließ das Deo sinken. "Warte, mal sehen...." Er nahm seinen Autoschlüssel zur Hand und durchtrennte damit die dicksten der Fäden, die Danny hielten. Das Netz fiel in sich zusammen, und Danny hatte das Gefühl, von einer Schicht aus Watte bedeckt zu sein, als es auf ihm landete. Er kämpfte sich aus dem klebrigen Haufen und schüttelte so viel von dem Zeug ab, wie er konnte. "Verschwinden wir von hier.", meinte Connor, und Danny nickte. Mit dem Deo und dem Feuerzeug bewaffnet, liefen sie den Tunnel zurück. Gerade, als sie durch den Zugang zu dem Tunnel mit der Grube treten wollten, versperrten ihnen die Solifugae plötzlich den Weg. Wie eine schwarze Wand bauten sie sich vor ihnen auf, zischend und bedrohlich. Danny schüttelte sich. Er spürte, wie noch Teile der Spinnweben in seiner Wunde klebten, und sein ganzer Körper juckte und kratzte. Connor hob das Deo, sprühte drauflos und entflammte das Feuerzeug. Die Spinnen, die er traf, zogen sich tot zusammen, die anderen gingen zum Angriff über. Sie sprangen und rannten auf die beiden Männer zu, doch mit den Flammen und Tritten hielten sie sie sich vom Leib.  Es waren nicht mehr viele Spinnen übrig, nachdem sie eine Weile verbissen gekämpft hatten. Da sprang eine riesige Spinne, von der Größe eines ausgewachsenen Stiers, auf sie zu. Connor zielte und wollte sie wohl in der Luft abschießen. Doch als er auf das Deo drückte, sprühten nur ein paar kleine Funken, dann erstarb der Strahl mit einem Gurgeln. Connor starrte fassungslos auf die Miniflamme des Feuerzeugs, das er in der Hand hielt, und dann zu der Spinne, die auf sie zustürzte. Er drehte sich langsam zu Danny um. "Mein, ähm, Deo ist alle."  
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Danny versuchte, so wenig wie möglich lebendig zu wirken. Als er erkannt hatte, dass er den Solifugae nicht entkommen würde, war er blindlings in diesen Gang gehetzt, und hatte sich dabei in dem Netz verfangen. Augenblicklich hatte er sich totgestellt, und zwei der Spinnen hatten ihn weiter nach oben transportiert und waren nun damit beschäftigt, ihn einzuspinnen. Er traute sich nicht, einen Befreiungsversuch zu starten, denn er wollte unter keinen Umständen von einem der Viecher gebissen werden. Eines der kratzigen Beine von einer der Solifugae scheuerte über seine Wange, als sie über ihn kletterte und genau vor seinem Gesicht verharrte, um ihn auch dort einzuweben. Dannys Haare stellten sich auf bei der Berührung und dem Spinnenkörper vor sich. Er unterdrückte ein Schaudern und wimmerte leise. Blitzartig hielten die Spinnen inne und klackerten drohend mit ihren Kieferzangen. Danny schloss die Augen und betete inständig, dass sie ihn weiterhin für tot hielten. Das Netz bebte leicht unter ihm, was bedeutete dass die Spinnen ihre Arbeit fortsetzten. Danny hatte, bevor die Spinnen ihn in die Mitte des Netzes verfrachtet hatten, mehrere Tierkadaver an den Fäden kleben sehen. Sie hatten seltsam ausgesaugt gewirkt, was ihn ziemlich schockierte, denn er hatte keine Lust dass das auch mit ihm geschah. Gott, hoffentlich hatte Connor einen guten Plan entwickelt um ihn hier rauszuholen. Falls er noch lebte. Schlechtes Gewissen machte sich in ihm breit, als er daran dachte, wie unüberlegt er aus der Grube gestürmt war und den Studenten dort hilflos zurückgelassen hatte. Er riskierte es, seine Augen wieder zu öffnen. Die Spinne war nun nicht mehr vor seinem Gesicht, sondern ein Stückchen weiter rechts. Lächerlicher Weise machte sich Danny kurz darüber Gedanken, ob er die Spinnweben wohl je wieder aus seinen Haaren bekommen würde, die ihm nun doch ziemlich am Herzen lagen. Dann riss ihn ein Feuerstrahl aus seinen Überlegungen. Die Spinnen, die verbrannt worden waren, fauchten und zischten laut, als die Flammen ihre Körper zerstörten. Danny erkannte Connor, der im Rambo-Style durch den Tunnel rannte und auf seinem Trip sämtliche Spinnen in den Tod riss, die er erwischen konnte. Die Solifugae wichen ihm aus und zogen sich in Felsnischen zurück. Im Nu waren die Spinnen, die mit Danny zu Gange gewesen waren, verschwunden. Connor blieb am Netz stehen und grinste zu Danny hinauf. "Danny, der menschliche Kokon!" Danny verdrehte die Augen. "Ungemein witzig, Connor! Hol' mich hier raus, ehe die Mistviecher beschließen, mich auszusaugen." Connor richtete das Deo auf das Netz und entzündete das Feuerzeug. "Bist du irre? Du wirst mich abfackeln!!!", schrie Danny, doch Connor runzelte die Stirn. "Glaub mir, Spinnennetze brennen prima. Schneller gehts gar nicht!" "HALLO??? Schon mal drauf geachtet - mein Körper ist mit Spinnweben übersäht!", plärrte Danny und fragte sich gleichzeitig, wie dieser Mann es nur geschafft hatte, studieren zu gehen. "Oh, du hast recht!", meinte Connor und ließ das Deo sinken. "Warte, mal sehen...." Er nahm seinen Autoschlüssel zur Hand und durchtrennte damit die dicksten der Fäden, die Danny hielten. Das Netz fiel in sich zusammen, und Danny hatte das Gefühl, von einer Schicht aus Watte bedeckt zu sein, als es auf ihm landete. Er kämpfte sich aus dem klebrigen Haufen und schüttelte so viel von dem Zeug ab, wie er konnte. "Verschwinden wir von hier.", meinte Connor, und Danny nickte. Mit dem Deo und dem Feuerzeug bewaffnet, liefen sie den Tunnel zurück. Gerade, als sie durch den Zugang zu dem Tunnel mit der Grube treten wollten, versperrten ihnen die Solifugae plötzlich den Weg. Wie eine schwarze Wand bauten sie sich vor ihnen auf, zischend und bedrohlich. Danny schüttelte sich. Er spürte, wie noch Teile der Spinnweben in seiner Wunde klebten, und sein ganzer Körper juckte und kratzte. Connor hob das Deo, sprühte drauflos und entflammte das Feuerzeug. Die Spinnen, die er traf, zogen sich tot zusammen, die anderen gingen zum Angriff über. Sie sprangen und rannten auf die beiden Männer zu, doch mit den Flammen und Tritten hielten sie sie sich vom Leib.  Es waren nicht mehr viele Spinnen übrig, nachdem sie eine Weile verbissen gekämpft hatten. Da sprang eine riesige Spinne, von der Größe eines ausgewachsenen Stiers, auf sie zu. Connor zielte und wollte sie wohl in der Luft abschießen. Doch als er auf das Deo drückte, sprühten nur ein paar kleine Funken, dann erstarb der Strahl mit einem Gurgeln. Connor starrte fassungslos auf die Miniflamme des Feuerzeugs, das er in der Hand hielt, und dann zu der Spinne, die auf sie zustürzte. Er drehte sich langsam zu Danny um. "Mein, ähm, Deo ist alle."  
    
Obwohl Danny sofort reagierte, kam er trotzdem zu spät. Die Spinne erwischte Connor mit den Kieferzangen, während Danny ihn zur Seite stieß. Ein langer, hässlicher Schnitt entstand an Connors Oberarm, dort, wo eine der Kieferzangen ihn noch gestreift hatte. Dann spürte er selbst einen brennenden Schmerz in seinem Rücken, als die Spinne beide Zangen tief ins Fleisch hineinstieß. Danny stöhnte auf, er versuchte sich aufzurappeln und wegzurennen, doch seine Arme und Beine begannen, unkontrollierbar zu zucken. Connor konnte noch ein kleines Stück zu ihm herüber robben, dann wurde auch von den spastischen Anfällen durchgeschüttelt. Dannys Blickfeld verschwamm an den Rändern und wurde immer dunkler. Er sah, wie drei der Spinnen auf sie zustaksten, während der Rest, augenscheinlich tot, liegen blieb. "Noch drei Spinnen.", dachte Danny, während er langsam das Bewusstsein verlor, "nur noch drei dieser verfluchten Viecher, und Connor und ich hätten es geschafft gehabt." Plötzlich machte ihm das gar nicht mehr so viel aus. Im Gegenteil, so stark sein Körper bis eben noch geschmerzt und gezuckt hatte, so entspannt war er plötzlich. Wärme breitete sich in Danny aus. Seine Glieder hörten auf zu zucken, und das Schwarz vor Dannys Augen wurde zu einem freundlichem, hellen Weiß. Connor packte Dannys Hand, und quetschte sie dann fest zusammen, als er versuchte, sie zu drücken. Er wollte etwas sagen, doch sein zuckender Körper gewann die Oberhand. Als er schließlich endlich ein schwaches, abgehacktes: "Danny!", herausbrachte, hatte Danny bereits aufgehört zu atmen.
 
Obwohl Danny sofort reagierte, kam er trotzdem zu spät. Die Spinne erwischte Connor mit den Kieferzangen, während Danny ihn zur Seite stieß. Ein langer, hässlicher Schnitt entstand an Connors Oberarm, dort, wo eine der Kieferzangen ihn noch gestreift hatte. Dann spürte er selbst einen brennenden Schmerz in seinem Rücken, als die Spinne beide Zangen tief ins Fleisch hineinstieß. Danny stöhnte auf, er versuchte sich aufzurappeln und wegzurennen, doch seine Arme und Beine begannen, unkontrollierbar zu zucken. Connor konnte noch ein kleines Stück zu ihm herüber robben, dann wurde auch von den spastischen Anfällen durchgeschüttelt. Dannys Blickfeld verschwamm an den Rändern und wurde immer dunkler. Er sah, wie drei der Spinnen auf sie zustaksten, während der Rest, augenscheinlich tot, liegen blieb. "Noch drei Spinnen.", dachte Danny, während er langsam das Bewusstsein verlor, "nur noch drei dieser verfluchten Viecher, und Connor und ich hätten es geschafft gehabt." Plötzlich machte ihm das gar nicht mehr so viel aus. Im Gegenteil, so stark sein Körper bis eben noch geschmerzt und gezuckt hatte, so entspannt war er plötzlich. Wärme breitete sich in Danny aus. Seine Glieder hörten auf zu zucken, und das Schwarz vor Dannys Augen wurde zu einem freundlichem, hellen Weiß. Connor packte Dannys Hand, und quetschte sie dann fest zusammen, als er versuchte, sie zu drücken. Er wollte etwas sagen, doch sein zuckender Körper gewann die Oberhand. Als er schließlich endlich ein schwaches, abgehacktes: "Danny!", herausbrachte, hatte Danny bereits aufgehört zu atmen.
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