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Die Fußgänger, die sich gerade auf der Victoria Street befanden, staunten nicht schlecht, als plötzlich ein Gullideckel angehoben wurde, und aus der Kanalisation fünf verdreckte, blutige Gestalten krochen, die zerfetzte Anzüge und billige Touristenklamotten trugen. Sie schleiften drei bewusstlose Männer hinter sich her, die mit voller Mayamontur bekleidet waren. Und dass dann auch noch schwarze Wägen der Regierung auftauchten, um diese Gestalten aufzulesen, sorgte vollends für Verwirrung.
 
Die Fußgänger, die sich gerade auf der Victoria Street befanden, staunten nicht schlecht, als plötzlich ein Gullideckel angehoben wurde, und aus der Kanalisation fünf verdreckte, blutige Gestalten krochen, die zerfetzte Anzüge und billige Touristenklamotten trugen. Sie schleiften drei bewusstlose Männer hinter sich her, die mit voller Mayamontur bekleidet waren. Und dass dann auch noch schwarze Wägen der Regierung auftauchten, um diese Gestalten aufzulesen, sorgte vollends für Verwirrung.
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Jenny Lewis hatte den Kopf gesenkt und starrte in das offene Grab, in das gerade der leere Sarg hinabgelassen wurde. Im Hintergrund erklang "Going where the lost ones go", und machte die ohnehin schon gedrückte Stimmung noch düsterer. Jenny konnte es gar nicht richtig glauben, dass Becker wirklich tot war. Sie hatte monatelang mit dem hübschen, jungen Soldaten zusammengearbeitet, dessen Loyalität und Humor sie immer ungeheuer geschätzt hatte. Und nun stand sie hier auf seiner Beerdigung, zwischen Danny und Connor, und starrte auf einen dunklen Eichensarg, von dem sie wussten dass er leer war. Obwohl man über eine Woche nach ihm gesucht hatte, hatten sie seine Leiche nicht mehr gefunden. Sie atmete tief durch und wischte sich die Tränen von den Wangen. Connor, Abby und Sarah schluchzten genauso laut wie sie selbst, Danny und Lester  weinten stumme Tränen. Als die Beisetzung endlich vorüber war, wartete sie auf Lester, um seine rechte Seite einzunehmen, genauso wie sie es früher immer getan hatte. Er lächelte sie traurig an. "Schade, Sie unter solchen Umständen wiederzusehen." Sie nahm seine Hand und drückte sie. "Es tut mir so Leid, James." Lester schluckte schwer und nickte. "Er war ein guter Mann." Sie gingen eine Weile schweigend nebeneinander her. Schon wieder waren ihre Freunde nur knapp dem Tod entkommen, und diesmal hatte es sogar einen von ihnen erwischt. Sie schielte auf Lesters Schlinge, in der sein Arm ruhte, diesmal auf der rechten Seite, und die Klammerpflaster, die den Schnitt an seinem Mundwinkel zusammenhielten. Auch Sarahs rechter Arm ruhte in einer Schlinge, Abbys Oberarm war eingebunden. Unter Dannys und Connors Hemden sah man die Umrisse von Verbänden. Jenny holte tief Luft. "Was?", wollte Lester wissen. Sie sah ihn lange nachdenklich an. Er sah nicht gut aus, krank, unausgeschlafen. "Ich habe mich nur gefragt... Naja, wie es jetzt weiter geht? Mit dem Team meine ich.", rückte sie schließlich nach einer Weile heraus. Lester neigte leicht den Kopf. "Nun, nach den jüngsten... Vorkommnissen hat das Ministerium beschlossen, mir einen Kollegen zur Seite zu stellen. Sein Name ist Philipp Burton und er wird dann soetwas wie mein... Aufpasser sein." Jenny hob eine Augenbraue. "Das ist unfair, was passiert ist war doch wohl nicht Ihre Schuld! Sie sind ein guter Abteilungsleiter!" Lester zuckte mit den Schultern, erwiderte aber nichts. "Und was gedenken Sie.... Mit Beckers Stelle zu machen? In dem Team fehlt jetzt jemand." "WIssen Sie, ich denke nicht, dass ich die vier noch einmal guten Gewissens auf eine Mission schicken könnte. Ich würde mir vermutlich jde Minute Sorgen machen. Und da ich zufälligerweise gar nicht so schlecht bin im Umgang mit Gewehren..." Lester brauchte gar nicht zu Ende zu reden. Jenny hatte auch so verstanden. "Sie treten dem Team bei?", fragte sie ungläubig. "Hmmm, sagen wir ich helfe aus, bis wir einen Ersatz für Becker gefunden haben." Er lächelte sie an. "Aber Sie sind noch für das Team zuständig, oder?", hakte Jenny nach. Lester nickte. "Klar. Die tun nichts ohne dass ich es nicht vorher erlaubt habe. Soll sich ja nicht alles ändern." Jenny blieb stehen und packte Lesers Unterarm. "Stellen Sie mich wieder ein.", verlangte sie und sah Lester fest in die Augen. Dieser hob eine Augenbraue. "Sind Sie sicher?" Jenny nickte heftig. "Ich bitte Sie. Ich werde sonst verrückt, wenn ich nicht weiß in welcher Gefahr ihr das nächste Mal schweben werdet." Lester dachte nur einen kurzen Augenblick nach. Dann lächelte er sie an. Diesmal berührte das Lächeln sogar seine Augen. "Willkommen zurück, Jenny." Jenny fiel ihm freudig um den Hals. "Jenny, au, Schulter!", sagte Lester und löste sich aus der Umarmung. "Sorry, ich danke Ihnen!", grinste Jenny. "Wieso werden hier Umarmungen verteilt?", wollte da Danny wissen. Er und die anderen hatten beim Friedhofsausgang auf sie gewartet. "Jenny ist jetzt wieder offiziell im Team.", verkündete Lester. Er sah in die Runde. Sie nahmen Jenny in den Arm und freuten sich genauso sehr wie sie über die Wiedereinstellung. Es war überhaupt das erste Mal seit Beckers Tod, dass er sein Team hatte lachen sehen, wenn auch mit geschwollenen Augen und verheulten Gesichtern. Er schloss die Augen und spürte zwei letzte, vereinzelte Tränen, die gemächlich über seine Wangen liefen. Immerhin konnte es jetzt nur noch wieder bergauf gehen.
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Jenny Lewis hatte den Kopf gesenkt und starrte in das offene Grab, in das gerade der leere Sarg hinabgelassen wurde. Im Hintergrund erklang "Going where the lost ones go", und machte die ohnehin schon gedrückte Stimmung noch düsterer. Jenny konnte es gar nicht richtig glauben, dass Becker wirklich tot war. Sie hatte monatelang mit dem hübschen, jungen Soldaten zusammengearbeitet, dessen Loyalität und Humor sie immer ungeheuer geschätzt hatte. Und nun stand sie hier auf seiner Beerdigung, zwischen Danny und Connor, und starrte auf einen dunklen Eichensarg, von dem sie wussten dass er leer war. Obwohl man über eine Woche nach ihm gesucht hatte, hatten sie seine Leiche nicht mehr gefunden. Sie atmete tief durch und wischte sich die Tränen von den Wangen. Connor, Abby und Sarah schluchzten genauso laut wie sie selbst, Danny und Lester  weinten stumme Tränen. Als die Beisetzung endlich vorüber war, wartete sie auf Lester, um seine rechte Seite einzunehmen, genauso wie sie es früher immer getan hatte. Er lächelte sie traurig an. "Schade, Sie unter solchen Umständen wiederzusehen." Sie nahm seine Hand und drückte sie. "Es tut mir so Leid, James." Lester schluckte schwer und nickte. "Er war ein guter Mann." Sie gingen eine Weile schweigend nebeneinander her. Schon wieder waren ihre Freunde nur knapp dem Tod entkommen, und diesmal hatte es sogar einen von ihnen erwischt. Sie schielte auf Lesters Schlinge, in der sein Arm ruhte, diesmal auf der rechten Seite, und die Klammerpflaster, die den Schnitt an seinem Mundwinkel zusammenhielten. Auch Sarahs rechter Arm ruhte in einer Schlinge, Abbys Oberarm war eingebunden. Unter Dannys und Connors Hemden sah man die Umrisse von Verbänden. Connor hatte ihr von dem Machairodusbaby erzählt, das er gerettet hatte, und das den Aufenthalt in der Kanalisation gut überstanden hatte. Natürlich hatte er es behalten, und nun lebte es zusammen mit Sid und Nancy in Lesters geräumiger Penthouse-Wohnung. Connor und Lester hatten die Urzeitkatze natürlich Becky genannt. Jenny holte tief Luft. "Was?", wollte Lester wissen. Sie sah ihn lange nachdenklich an. Er sah nicht gut aus, krank, unausgeschlafen. "Ich habe mich nur gefragt... Naja, wie es jetzt weiter geht? Mit dem Team meine ich.", rückte sie schließlich nach einer Weile heraus. Lester neigte leicht den Kopf. "Nun, nach den jüngsten... Vorkommnissen hat das Ministerium beschlossen, mir einen Kollegen zur Seite zu stellen. Sein Name ist Philipp Burton und er wird dann soetwas wie mein... Aufpasser sein." Jenny hob eine Augenbraue. "Das ist unfair, was passiert ist war doch wohl nicht Ihre Schuld! Sie sind ein guter Abteilungsleiter!" Lester zuckte mit den Schultern, erwiderte aber nichts. "Und was gedenken Sie.... Mit Beckers Stelle zu machen? In dem Team fehlt jetzt jemand." "WIssen Sie, ich denke nicht, dass ich die vier noch einmal guten Gewissens auf eine Mission schicken könnte. Ich würde mir vermutlich jde Minute Sorgen machen. Und da ich zufälligerweise gar nicht so schlecht bin im Umgang mit Gewehren..." Lester brauchte gar nicht zu Ende zu reden. Jenny hatte auch so verstanden. "Sie treten dem Team bei?", fragte sie ungläubig. "Hmmm, sagen wir ich helfe aus, bis wir einen Ersatz für Becker gefunden haben." Er lächelte sie an. "Aber Sie sind noch für das Team zuständig, oder?", hakte Jenny nach. Lester nickte. "Klar. Die tun nichts ohne dass ich es nicht vorher erlaubt habe. Soll sich ja nicht alles ändern." Jenny blieb stehen und packte Lesers Unterarm. "Stellen Sie mich wieder ein.", verlangte sie und sah Lester fest in die Augen. Dieser hob eine Augenbraue. "Sind Sie sicher?" Jenny nickte heftig. "Ich bitte Sie. Ich werde sonst verrückt, wenn ich nicht weiß in welcher Gefahr ihr das nächste Mal schweben werdet." Lester dachte nur einen kurzen Augenblick nach. Dann lächelte er sie an. Diesmal berührte das Lächeln sogar seine Augen. "Willkommen zurück, Jenny." Jenny fiel ihm freudig um den Hals. "Jenny, au, Schulter!", sagte Lester und löste sich aus der Umarmung. "Sorry, ich danke Ihnen!", grinste Jenny. "Wieso werden hier Umarmungen verteilt?", wollte da Danny wissen. Er und die anderen hatten beim Friedhofsausgang auf sie gewartet. "Jenny ist jetzt wieder offiziell im Team.", verkündete Lester. Er sah in die Runde. Sie nahmen Jenny in den Arm und freuten sich genauso sehr wie sie über die Wiedereinstellung. Es war überhaupt das erste Mal seit Beckers Tod, dass er sein Team hatte lachen sehen, wenn auch mit geschwollenen Augen und verheulten Gesichtern. Er schloss die Augen und spürte zwei letzte, vereinzelte Tränen, die gemächlich über seine Wangen liefen. Immerhin konnte es jetzt nur noch wieder bergauf gehen.
    
{{Copyright by a Person|-- [[Benutzer:Lester&#39;sGirl|Lester&#39;sGirl]] <small>02:18, 17. Apr. 2010 (CEST)</small>}}
 
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