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Iguanodon
Iguanodon trinkt.jpg
Beschreibung
Periode:

Unterkreide

Zeitraum:

136 - 122 mya

Lebensraum:

Wälder weltweit

Besondere Merkmale:
  • Daumendorn an jeder Hand
  • Konnte sich Bipedal und quadrupedal fortbewegen
In Primeval
Opfer:

0

Verbleib:

Ein schwer verletzter juveliner Iguanodon wird von Cutter erschossen.

Vorkommen:

Die Insel jenseits der Zeit

Audio:

<mp3>RufIguanodon.mp3</mp3>

Der Iguanodon ("Leguanzahn") ist ein Vogelbeckensaurier (Ornithischia) aus dem Zeitalter der Unteren Kreide. Er bildet den Namensgeber für die Gruppe der Iguanodontidae, in der diese Gattung mit einer maximalen Länge von 11 Metern und einem Gewicht von bis zu 4,5 Tonnen zu einer der größten zählt. Besonders ist, dass diese Gattung auf fast allen Kontinenten beheimatet war, was von einer enormen Anpassungsfähigkeit zeugt.

Iguanodon gehört zu den ersten Dinosauriern überhaupt, von denen man Fossilien fand (1809) und sich eingehender mit ihnen befasste. Dabei kamen zum Teil von der Realität weit entfernte Vorstellungen von seinem Aussehen und seiner Lebensweise zustande.

Lebensweise

Der Iguanodon weißt alle charakteristischen Merkmale eines Dinosauriers auf. Sein Körper ist schlicht und einfach. Im Gegensatz zu einer Vielzahl von Hadrosauriden, die relativ nah mit dieser Gattung verwandt sind, hatte Iguanodon keinerlei Knochenkämme. Besonderes Merkmal des Tieres ist der Daumenknochen. Dieser spitz zulaufende Knochenfortsatz war ein Daumen, der wohl auch als Waffe diente. Möglicherweise konnte Iguanodon sich aufrichten und in dieser Haltung beide Daumen in den Feind rammen.

 
Eine Iguanodon-Herde trabt an einem Strand entlang.

Iguanodons Größe variierte je nach Art. So kommt es, dass die amerikanische Art des Iguanodons, Iguanodon anglicus, um einiges kleiner als die europäische Art Iguanodon bernissartensis war. Das Maul des Tieres ähnelte stark dem eines Hadrosauriers, die in der späteren Kreidezeit weite Landmassen besiedelten. Es hatte eine schnabelähnliche Form und war vollständig bezahnt, sodass Iguanodon leicht Blätter und Farne von abweiden konnte. Die Zähne ähneln denen eines Leguans, was ihm beiläufig auch seinen Namen bescherte: "Leguanzahn".

Da die Tiere, abgesehen von dem spitzen Daumen, keine Verteidigungsmöglichkeiten hatten, könnte es sein, dass ihre Hautfarbe ähnlich der Umgebung war, damit sie schwerer für Angreifer erkennbar waren. Da der Iguanodon in verschiedenen Arten auf fast allen Kontinenten vorkam, kann man davon ausgehen, dass diese Tiere extrem anpassungsfähig waren. Womöglich konnten sie auch in verschiedenen Klimazonen gut leben. Auch was die Nahrung anbelangte, konnte wohl so gut wie jeder Pflanzentyp als Nahrungsquelle dienen. Die Tiere lebten vermutlich in Herden oder kleineren Gruppen, damit Angreifer es schwerer hatten ein Tier zu erlegen. Aufgrund ihrer Vielzahl und Häufigkeit werden Iguanodon auch als die "Kühe der Vorzeit" bezeichnet.

Iguanodon waren wohl oft das Ziel großer Jäger, die eher einen Iguanodon angriffen, als Dinosaurier, die besser verteidigt waren, wie etwa Ceratopsiden oder Ankylosauriden. Da sie keinen Schutz über ihrer Haut hatten, konnten die scharfen Krallen und Zähne leicht hineingeschlagen werden, was das Tier verbluten ließ. Die Tiere bewegten sich wohl meistens auf vier Beinen (quadruped) fort. Da jedoch die Vorderbeine kürzer als die Hinterbeine waren, ist davon auszugehen, dass Iguanodon sich auch auf zwei Beinen (biped) fortbewegen konnte - womöglich dann, wenn das Tier höher gelegenes Blätterwerk erreichen wollte oder es schnell vor Fleischfressern fliehen musste.

Wie die meisten Dinosaurier legte auch Iguanodon seine Eier in ein Nest aus Erde und beschützte es vor Fleischfressern und Eierdieben. Die frisch geschlüpften Babys waren hilflos und wurden womöglich von der Herde oder mindestens aber von der Mutter bewacht und beschützt. Interessanterweise begleiteten oft auch andere einzelgängerische Dinosaurier, wie Polacanthus eine Iguanodon-Gruppe, um den Schutz dieser Herde zu genießen.

Geschichte

Das erste Mal, als das Team in Die Insel jenseits der Zeit auf ein Iguanodon trifft, ist es ein juveniles Tier. Es ist schon vor ihrer Ankunft auf der Insel in eine Felsspalte gestürzt und hat sich dabei ein Bein gebrochen. Aufgrund der starken Schmerzen des Tieres entschließt sich Cutter das Tier zu töten, um es von seinem Leid zu befreien, da sie keine Möglichkeit haben, ihm aus seiner misslichen Lage zu helfen. Später als das Team in der Kreidezeit landet, wird es Zeuge wie eine Herde von hunderten Iguanodon mit einigen Polacanthus eine Ebene durchquert. Die Herde wird von einem räuberischen Neovenator angegriffen.[1]

Hintergrundinformationen

  • Der Iguanodon ist eines der anpassungsfähigsten Tiere, die es je gab. Fossilien dieses Tieres wurden auf fast jedem Kontinent gefunden.
  • Es gibt verschiedene Iguanodon-Arten, die sich durch Farbe und Größe unterscheiden.
  • Ein Polacanthus begleitet in der Dokumentationsreihe "Dinosaurier - Im Reich der Giganten" eine Iguanodonherde, gleichsam wie in Die Insel jenseits der Zeit.